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Haare waschen mit Roggenmehl: Die Zero Waste Variante

Heute erzähle ich dir, wie ich meine Haare nachhaltig, günstig und ohne (Plastik-)Müll wasche und welche positiven und negativen Unterschiede ich dabei bemerkt habe.

Viele, viele Jahre habe ich mir täglich meine Haare gewaschen, jeden Morgen. 365 Tage im Jahr. Denn jeden Morgen bin ich mit fettigen Haaren wachgeworden. 2019 habe ich angefangen, immer mehr, auf Plastikverpackungen zu verzichten und mir daher auch Gedanken um mein Shampoo gemacht.

Dazu muss ich erstmal sagen, dass mich viele Empfehlungen und Ratschläge, die ich online gefunden habe, eher abgeschreckt haben. Oft wird empfohlen, dass man die Haare erstmal einige Tage/Wochen nicht waschen soll, um die Haare richtig durchfetten zu lassen und die Haare vom Shampoo zu „entwöhnen“. Das war so gar nicht mein Fall, da ich wirklich ungern mit fettigen Haaren herumlaufe und mich komplett unwohl fühle. Vielleicht geht’s dir da ja genauso.

Wie wasche ich mir meine Haare jetzt?

Ich habe nach ein paar halbherzigen Versuchen, komplett auf Shampoo zu verzichten (No Poo), angefangen mit Roggenmehl (Typ 1150) meine Haare zu waschen. Dazu habe ich einfach ca. 1 – 2 EL Roggenmehl mit etwas Wasser ordentlich verrührt, so dass ich eine zähflüssige Masse erhalten habe. Nach einigen Versuchen bin ich dann dazu übergegangen, das Roggenmehl-„Shampoo“ in die trockenen Haare – insbesondere am Ansatz – zu verteilen und dann auszuwaschen. Insbesondere beim Auswaschen muss man echt gründlich sein, sonst bleiben noch einige Roggenmehl-Krümel in den Haaren. (Und falls das so ist, stress dich nicht. Aus den trockenen Haaren kann man die Krümel einfach ausschütteln, hab ich festgestellt 😬).

Die ersten Male war es noch irgendwie komisch, da man kein schäumendes Shampoo hatte, aber ich bin dabei geblieben. Was besonders schön bei mir war: Meine Haare waren nach und nach weniger fettig. Statt jeden Tag zu waschen, hat es nach einigen Wochen gereicht, die Haaren nur alle 3 – 4 Tage zu waschen.

Jedes Haar ist anders und ich kann natürlich nicht versprechen, dass es bei dir genauso gut klappt, aber probiere es doch mal aus. Ich bin wirklich zufrieden mit meinen Haaren und außerdem freue ich mich über die nachhaltige Alternative, die sogar regional und Zero Waste ist 🙂

Warum klappt das?

Ich habe mich am Anfang gefragt, warum das überhaupt klappt und ob auch andere Mehlsorten funktionieren. Roggenmehl besteht hauptsächlich aus Stärke. Und Stärke hat zwei Eigenschaften, die sich super für die Nutzung als Shampoo eignen:

  1. Es kann Fett binden (ganz, ganz wichtig!). [Anderes Thema, aber die Eigenschaft nutze ich zum Beispiel auch bei meinem DIY-Trockenshampoo aus.]
  2. Es kann sich mit Wasser mischen (im Gegensatz zu Öl, wo zwei klar abgetrennte Bereiche entstehen).

Weizen- oder Dinkelmehl kannst du übrigens nicht verwenden, da diese einen höheren Glutenanteil haben und dadurch klebriger sind. Probiert es besser nicht aus, man bekommt es nicht gut aus den Haaren wieder raus. Auch Roggenvollkornmehl kann ich persönlich nicht wirklich empfehlen, da ich noch mehr Probleme mit Krümeln im Haar hatte.

Eine richtig tolle Erklärung zum Haare waschen mit Roggenmehl gibt es übrigens bei YouTube von MaiLab:

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Pfege

Wenn du Probleme mit trockenen Spitzen hast, kannst du nach dem Waschen noch einen Conditioner verwenden. Den kannst du übrigens auch ganz leicht selber herstellen aus 2 EL Apfelessig gemischt mit einem Liter Wasser. Das ganze wird oft als Saure Rinse bezeichnet und macht die Spitzen wieder weich.

Nachhaltig Haare Waschen mit Roggenmehl

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Tipp helfen 😊 Hat dir mein Tipp gefallen? Hast du noch tolle Tipps für weniger Müll im Badezimmer? Schreib mir doch gerne einen Kommentar unter diesem Post. Danke!

Übrigens habe ich noch einige weitere Tipps hier im Blog:

DIY-Trockenshampoo

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Veröffentlicht in Tipps

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